Trinkl 19

2.4.2025

Finaltraum platzt im Elfmeterschießen

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Der Finaltraum war zum Greifen nah, am Ende machte das Elfmeterschießen dem LASK einen Strich durch die Rechnung. Der Wolfsberger AC setzte sich mit 4:2 in der Entscheidung vom Punkt durch und zog damit ins Endspiel des UNIQA ÖFB-Cups in Klagenfurt ein. Nach 120 Minuten war es im Semifinale vor 12.900 Zuschauern in der Raiffeisen Arena durch die Treffer von Maximilian Entrup (5.) und Chibuike Nwaiwu (83.) 1:1 gestanden.

Der LASK erwischte einen echten Traumstart in das Semifinale: Nach einer schnellen Umschaltaktion gingen Florian Flecker und Gegenspieler Nicolas Wimmer unisono zu Boden, wovon Maximilian Entrup profitierte. Der Linzer Angreifer zog mit dem ersten Kontakt ab und platzierte den Ball perfekt und unhaltbar für WAC-Goalie Nikolas Polster neben der Stange ins lange Eck – 1:0 nach nur fünf Minuten, das erste Cup-Tor des Österreichers für die Athletiker.

Zuvor besagte Umschaltsituation spiegelte durchaus den Charakter der Partie wider. Der LASK war zunächst vor allem darauf bedacht, den Gegner von der gefährlichen Zone fernzuhalten und selbst nach Ballgewinn rasch die Offensivakteure Christoph Lang, Entrup und Flecker, der erstmals im Frühjahr von Beginn an auflief, einzusetzen. Weil sich die Ausführung des Öfteren zu unsauber gestaltete, blieben weitere Möglichkeiten zunächst rar. Gleiches galt aber für die Gegenseite, womit es mit dem knappen 1:0 in die Katakomben ging.

Später Ausgleich, Entscheidung im Elfmeterschießen

Nach dem Wechsel ein ähnliches Bild: Der WAC mit mehr Ballbesitz, der LASK lauerte auf Umschaltsituationen. Mehr Gefahr erzeugten zunächst die Kärntner: Thierno Ballo tauchte vor Tobias Lawal auf, traf das Netz aber nur von außen. Nach 68 Minuten stellte der eingewechselte Markus Pink die Nerven der LASK-Fans auf die Probe, als er aus kurzer Distanz zum Abschluss kam, das Leder aber über das Gehäuse hob. Auf der Gegenseite verfehlte Flecker nach schnellem Angriff über links das Ziel.

Unmittelbar zuvor hatte Cheftrainer Markus Schopp Robert Zulj und Samuel Adeniran ins Spiel gebracht. Speziell der US-Amerikaner kreierte mit seinem Speed und seiner Physis immer wieder aussichtsreiche Angriffe, die jedoch nicht zum Erfolg führten. Eine Standardsituation in der Schlussphase katapultierte den WAC schließlich zurück ins Spiel: Nach einer Freistoßflanke aus dem rechten Halbfeld kam Chibuike Nwaiwu ungehindert zum Kopfball und beförderte den Ball via Innenstange über die Linie. Ebenfalls Bekanntschaft mit dem Aluminium machte Andres Andrade in der Nachspielzeit, allerdings ohne anschließenden Jubel. Kurz zuvor hatte Zulj das Leder per Kopf knapp neben das Tor gesetzt.

Die Extraspielzeit war an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten, eine Entscheidung wollte nach 120 Minuten nicht fallen. Im Elfmeterschießen brachte Branko Jovicic den LASK zwar in Führung, weil Philipp Ziereis (Stange) und Samuel Adeniran (gehalten) jedoch vergaben, schoss Thierno Ballo die Wolfsberger mit dem letzten Penalty ins Endspiel.

LASK – Wolfsberger AC 2:4 i.E. (1:1, 1:1, 1:0)
Raiffeisen Arena, 12.900, SR Markus Hameter
Tore:
1:0 Entrup (5.), 1:1 Nwaiwu (83.)
Elfmeterschießen: 1:0 Jovicic, 1:1 Omic, Ziereis Stange, 1:2 Schöpf, 2:2 Danek, 2:3 Kojzek, Adeniran gehalten, 2:4 Ballo
Gelbe Karten: TR Schopp, Entrup; Jasic, Zukic, Baumgartner
Gelb-Rot: Entrup (95./auf der Bank)

Aufstellung LASK: Lawal (K) – Jovicic, Ziereis, Andrade (103. Cisse), Bello – Horvath (90. Coulibaly), Ljubic – Lang (65. Zulj), Danek – Entrup (65. Adeniran), Flecker (80. Mustapha)

So auszuscheiden, ist natürlich sehr bitter. Es war ein Auftakt nach Maß, danach haben wir sehr leidenschaftlich versucht, den Gegner zu kontrollieren. Das ist uns fast über die gesamte Spielzeit gelungen. Der WAC hatte mehr Ballbesitz, wir haben aber meist sehr sicher verteidigt – bis auf eine Standardsituation. Im Elfmeterschießen gehört immer auch ein Quäntchen Glück dazu, das war heute nicht auf unserer Seite.

Markus Schopp, Cheftrainer

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