GEPA Jubel7 1

25.2.2025

Dieser Sieg bot mehrfach Grund zur Freude

Socialmedia icon
Socialmedia icon

Ein schöneres Geburtstagsgeschenk hätte man sich wohl kaum wünschen können – das galt nicht nur für LASK-Cheftrainer Markus Schopp, der am Samstag seinen 51. Jahrestag beging, sondern auch für die Raiffeisen Arena, die einen Tag nach dem 2:1-Erfolg in der ADMIRAL Bundesliga gegen den SK Rapid vor fast 15.000 Zuschauern ihr zweijähriges Jubiläum feierte. Doch das Spiel bot darüber hinaus noch mehr Grund zur Freude.

  • Chancenkreation
    Speziell in Hälfte zwei kreierte der LASK eine Reihe an hochkarätigen Möglichkeiten und hätte das Match sogar schon früher entscheiden können (zum Spielbericht). Im Gegensatz zu den tief verteidigenden Gegnern Blau-Weiß und GAK fand man gegen Rapid mehr Räume vor, die man mit zunehmender Dauer immer besser zu bespielen wusste. Mit guten Lösungen im Ballbesitz und sehenswerten Kombinationen einerseits, aber auch dank zahlreicher hoher Ballgewinne andererseits gelangte man mehrfach in aussichtsreiche Abschlusspositionen. „Wir haben unser Spiel konstant durchgezogen, sind in der zweiten Halbzeit richtig gut aufgetreten und haben uns viele Chancen herausgespielt“, analysierte Torhüter Tobias Lawal. Cheftrainer Schopp ortete viele Entwicklungen, die in die richtige Richtung gingen, man komme immer öfter in die gewünschten Positionen. Verbessern könne man hier noch das Timing sowie den finalen Pass. „Für mich ist vor allem wichtig, dass wir mit dieser Klarheit am Platz stehen, um nicht von Balleroberungen wie vor dem ersten Tor abhängig zu sein.“
  • Stabilität & Mentalität
    Wie schon in den vergangenen Wochen überzeugte die Defensive des LASK und blieb auch in den schwierigen Phasen im Laufe der ersten Hälfte stabil, gepaart mit einer abermals geschlossenen Mannschaftsleistung. „Man merkt von Woche zu Woche, dass wir mittlerweile im Kollektiv sehr gut verteidigen können“, sagte Schopp. Auch Torschütze Christoph Lang hob die Mentalität der Mannschaft hervor. „Wir haben alles reingehauen. In den letzten zwei Wochen haben wir viel über Energie und Einsatz geredet. Jeder ist für jeden gelaufen, jeder hat alles gegeben.“ George Bello ergänzte: „Wir haben tolle Mentalität bewiesen und bis zum Schluss gekämpft.“

Nach dem Traumtor von George Bello bildete sich eine schwarz-weiße Jubeltraube.

„Eine Riesenehre für mich“

  • Ausgangslage
    Mit dem Sieg rückte der LASK erstmals seit Runde 14 in die Top sechs vor, womit man vor den verbleibenden drei Runden alles in eigener Hand hat. Wissend, dass es nun gilt, kommende Woche in Klagenfurt sowie anschließend zuhause gegen die WSG Tirol nachzulegen. „Wir schauen von Spiel zu Spiel. Unser klares Ziel ist natürlich, dass wir oben dabei sind“, betonte Tobias Lawal, der die Athletiker erstmals als Kapitän aufs Feld führte. „Das war eine Riesenehre für mich. Es ist ein Traum, für meinen Kindheitsverein als Kapitän aufzulaufen“, strahlte der 24-Jährige, der einmal mehr eine starke Leistung zeigte.
  • Erfolgsserie
    Zum achten Mal in Folge blieb der LASK gegen den SK Rapid ohne Niederlage. Damit stellte man einen neuen Bestwert auf. Zugleich war es das siebente Heimduell mit den Hütteldorfern in Serie ohne Niederlage, in der Raiffeisen Arena (zum Jubiläumsbeitrag) sammelten die Linzer in bis dato vier Aufeinandertreffen mit Rapid zehn Punkte und sind weiter ungeschlagen.

Tobias Lawal führte die Athletiker erstmals als Kapitän aufs Feld.

Glänzendes Debüt, umjubelte Tor-Premieren

  • Debüt
    Aufgrund des kurzfristigen Ausfalles des erkrankten Kapitäns Philipp Ziereis feierte Modou Keba Cisse sein Bundesligadebüt in der Innenverteidigung neben Hrvoje Smolcic. Der 19-Jährige zahlte das Vertrauen des Trainerteams mehr als zurück, erwies sich als unheimlich zweikampfstark, gewann 67 Prozent seiner Duelle und brachte zugleich 87 Prozent seiner Zuspiele an den Mann. „Ich freue mich extrem für ihn“, sagte Schopp. „Er weiß genau, was wir spielen wollen. Bei einem jungen Spieler steht natürlich immer ein Fragezeichen, wie er das letztlich umsetzt. Aber er hat heute die richtigen Antworten gegeben“, so der Chefcoach über den Senegalesen, der im Sommer aus Spanien nach Linz gewechselt war.
  • Premierentreffer
    Gleich beide Torschützen katapultierten sich erstmals mit einer Jubelpose auf die Videowall. Christoph Lang ebnete gegen seinen Ex-Verein mit dem ersten Treffer im LASK-Trikot den Weg zum Sieg. Sehr zur Freude seines Trainers, der den 23-Jährigen bereits aus seiner Zeit beim SK Sturm und beim TSV Hartberg kennt. „Ich sehe in ihm gewisse Dinge, die sehr interessant und spannend sind. Mit seiner Art des Spiels kann er uns bereichern. Es geht vor allem darum, wie er es versteht, unser Spiel zu interpretieren und da ist er ein absoluter Mehrwert.“
    In Staunen versetzte George Bello das Publikum mit seinem Traumtor zum 2:0, als er den Ball aus rund 20 Metern unhaltbar in den Winkel hämmerte. „Ein verrücktes Tor, ich bin sehr glücklich“, jubelte der Linksverteidiger über sein erstes Bundesliga-Tor für den LASK, um sogleich anzufügen: „Noch glücklicher bin ich, dass wir gewonnen haben. Das Tor ist eine schöne Draufgabe.“

Tickets LASK - WSG Tirol

Feierte ein bravouröses Debüt in der Innenverteidigung: Der 19-jährige Modou Keba Cisse (r.)

Zusammenfassung

Galerie