„Vier Elfmeter und zwei rote Karten in einer Halbzeit habe ich noch nie gesehen“, schüttelte Christian Mayrleb den Kopf, als er am Sonntag-Vormittag zum Training beim Linzer Stadion eintraf. „Aber lieber einmal mit 0:5 verlieren als fünfmal mit 0:1“, rückte der 38-jährige Stürmer den verpatzten Meisterschaftsstart beim SC Magna Wr. Neustadt in die richtige Perspektive.
„Es tut mir leid für die Fans, die ihre Freizeit geopfert haben, um uns in Wr. Neustadt zu unterstützen und dann so ein Spiel von uns gesehen haben“, so der ehemalige ÖFB-Teamspieler. Die Stimmung beim Vormittagstraining war verständlicherweise etwas gedrückt. „Spurlos geht so etwas an niemanden vorbei, aber das Spiel ist jetzt Vergangenheit. Wir müssen die Partie abhaken und uns auf die nächsten Aufgaben konzentrieren.“
So sah es auch Renè Aufhauser. „Fußball kann manchmal grausam sein. Aber die Suppe, die man sich einbrockt, muss man auch selbst auslöffeln. In der zweiten Hälfte haben wir uns mit allen Kräften gewehrt, kein weiteres Tor zuzulassen. Das war unser erklärtes Ziel in der Pause und zumindest das ist uns gelungen.“
Der LASK-Kapitän beruhigte während des Spiels auch die aufgebrachten Linzer Fans. „Ihr Ärger war verständlich, aber trotzdem sollte es nicht dazu kommen, dass der Verein durch ihr Verhalten geschädigt wird. Das hilft niemanden weiter.“
Vorwurf an den Schiedsrichter gibt es von den Spielern im Nachhinein keinen. „Nur beim ersten Tor hätte vielleicht der Linienrichter die Abseitsstellung erkennen können. Es ist schade, dass uns mein gehaltener Elfer am Ende nichts gebracht hat, aber das Leben geht weiter und in einer Woche haben wir zuhause gegen die Austria die nächste Chance, die ersten Punkte zu holen“, so Tormann Thomas Mandl.