Am Samstag, 17. Juli 2010, stand für den LASK Linz um 18:30 Uhr der Bundesliga-Auftakt beim SC Magna Wr. Neustadt auf dem Programm. Dabei setzte es für Aufhauser & Co. eine 0:5-Niederlage, bei der das Team von Peter Schöttel gleich vier Elfmeter zugesprochen bekam, ein Tor aus Abseitsposition erzielte und zwei LASK-Spieler vorzeitig vom Platz mußten.
Die Partie ging gleich mit viel Tempo los: LASK-Keeper Thomas Mandl sorgte schon in der Startphase für Begeisterung bei den mitgereisten Fans aus Linz: Zuerst rettete er bei einem Sadovic-Kopfball mit einem tollen Reflex (2.), dann hielt er wenige Sekunden später einen Elfmeter von Aigner (3.). Eine Minute später gelang Mayrleb per Volley-Schuss nach Majabvi-Flanke fast die Führung für den LASK (5.). Der erste Treffer sollte noch in den ersten zehn Minuten fallen: Nach einem Konter schloss Simkovic einen schnellen Angriff nach Aigner-Zuspiel zum 1:0 (9.) für Wr. Neustadt ab. Ein Tor, das, wie sich später in der TV-Wiederholung zeigte, abseits war.
Der LASK ließ sich vom frühen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen: Piermayr per Kopf (18.) und Krammer (20.) nach Kragl-Pass setzen denn Ball aber über das Gehäuse von Fornezzi. Auch bei einem Chinchilla-Vega-Kopfball (21.) nach einer Kaufmann-Ecke blieb den Linzer Fans der Torschrei im Hals stecken. Dann wieder ein guter Weitschuss von Magna-Spieler Simkovic (24.), der aber knapp vorbei ging. Kurz darauf jubelte aber sein Teamkollege Sadovic: Der Wr. Neustadt-Stürmer stand goldrichtig im Linzer Strafraum, um aus kurzer Distanz das 2:0 (26.) für das Heimteam zu erzielen.
Danach ging es Schlag auf Schlag: Aigner (31., 41.) und Grünwald (41.) trafen jeweils per Elfmeter, dazu mussten Chinchilla-Vega und Kaufmann vorzeitig mit Rot vom Platz. Dadurch war das Team von Helmut Kraft ab der 39. Minute auf neun Spieler dezimiert, Lukas Kragl agierte nach dem Mayrleb-Austausch aus Solospitze.
Die verbliebenen Linzer stemmten sich nach der Pause ordentlich dagegen und verteidigten besser als vor der Pause. Thomas Krammer kam nach einem energievollen Sololauf auch zu einer guten Chance, er blieb am Schluss aber an einem Verteidiger hängen. Am Ende blieb es beim 5:0-Sieg der Schöttel-Elf.
Stimmen zum Spiel:
Helmut Kraft (Trainer LASK Linz): „Die Leistung meiner Mannschaft war vor der Pause untragbar. Wir haben in der Verteidigung viele dumme Fehler gemacht und sind auch oft falsch gestanden. Das 0:1 war zwar abseits, aber mit der Leistung in dieser Phase hätten wir wohl früher oder später das erste Gegentor bekommen. Wir werden das Spiel jetzt genau analysieren, versuchen, die Fehler so schnell wie möglich zu beheben und personelle Konsequenzen aus der Niederlage ziehen. Ich verstehe, dass die Fans frustriert waren, aber sie helfen uns auch nicht, wenn sie versuchen auf das Spielfeld zu rennen.“
Thomas Mandl (LASK Linz): „Bitter, denn nach dem 0:1 hatten wir auch gute Chancen. Das müssen wir jetzt abhaken, gegen die Austria wird es ein ganz anderes Spiel.“
Die Daten zum Spiel:
tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile, 1. Runde, Samstag, 17. Juli 2010, 18:30 Uhr
SC Magna Wr. Neustadt – LASK Linz 5:0 (5:0)
Tore: Simkovic (9.), Sadovic (26.), Aigner (31., 41., je Elfer), Grünwald (36. Elfer) .
Gelbe Karten: Stanislaw (86.); Sobkova (23.), Piermayr (40.).
Rote Karten: Chinchilla-Vega (29.), Kaufmann (39.).
Die Aufstellungen:
SC Magna Wr. Neustadt: Fornezzi; Thonhofer (63. Madl), Kostal, Ramsebner, Schicker; Wolf, Stanislaw, Grünwald, Simkovic; Aigner (63. Helly), Sadovic (63. Burgstaller). Ersatz: Poyraz, Klapf, Madl, Helly, Kolousek, Reiter, Burgstaller.
LASK Linz: Mandl; Bubenik, Piermayr, Chinchilla-Vega, Kaufmann; Krammer, Aufhauser, Majabvi, Sobkova (43. Hart); Kragl (74. Kogler), Mayrleb (34. Metz). Ersatz: Pervan, Winkler, Metz, Hart, Schreiner, Derdak, Kogler.
Spielort: Wr. Neustadt.
Zuschauer: 2.200.
Schiedsrichter-Team: Alexander Harkam (Schiedsrichter), Klaus Straser (Assistent 1), Bernd Eigler (Assistent 2).