Das Duell mit dem FK Austria Wien am Sonntag bringt auch ein Wiedersehen mit Karl Daxbacher mit sich. Der 57-Jährige saß vor einigen Jahren noch selbst auf der Trainerbank der Linzer und hatte dabei auch LASK-Star Ivica Vastic unter seinen Fittichen. Inzwischen sind die beiden bei der Wr. Austria Kollegen geworden. www.lask.at stellte dem Austria-Trainer vor dem Duell am Sonntag ein paar Fragen zum Saisonstart und dem Wiedersehen auf der Gugl.
www.lask.at: Herr Daxbacher, am Sonntag treffen Sie mit Ihrer Mannschaft auf der Gugl auf den LASK. Ein Klub, mit dem Sie 2007 als Trainer den Aufstieg in die Bundesliga geschafft haben. Ist der Aufstieg die schönste Erinnerung, die Ihnen aus Ihrer Linz-Zeit in Erinnerung geblieben ist?
Karl Daxbacher: Mit eine der schönsten, auch, weil der Aufstieg von den Fans und dem Klub erwartet wurde. Darüber hinaus war aber auch das erste Jahr in der Bundesliga ein sehr schönes, weil es sehr erfolgreich war und wir mit vielen Punkten die Saison beenden konnten. Zudem habe ich die Menschen in Linz und Oberösterreich in dieser Zeit sehr in mein Herz geschlossen.
www.lask.at: Ivica Vastic war damals einer der Führungsspieler in der Aufstiegs-Mannschaft des LASK, nun ist er ein Kollege von Ihnen als Trainer der Austria Amateure. Ein Wiedersehen mit Freude, nehme ich an?
Karl Daxbacher: Natürlich, Ivo habe ich sowohl als sehr guten Fußballer, als auch als Führungspersönlichkeit überaus schätzen gelernt, er hat mir die Arbeit mit der Mannschaft sehr erleichtert. Als Trainer geht er ähnlich professionell an die Aufgaben heran.
www.lask.at: Wie genau schaut die Zusammenarbeit mit Ivica Vastic heute aus?
Karl Daxbacher: Da ich selber vier Jahre als Trainer der Amateure gearbeitet habe, weiß ich ganz genau, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen dem Amateur- und dem Chefcoach ist. Es gibt viele gemeinsame Philosophien.
www.lask.at: Die Austria ist mit einem 2:0-Heimsieg gegen Mattersburg gut in die neue Saison gestartet. Was unterscheidet Ihre Mannschaft von der Wr. Austria der Vorsaison?
Karl Daxbacher: Sicher nicht sehr viel. Die neue Philosophie der Austria wurde weitergeführt, die jungen Spieler, die bereits im Vorjahr verpflichtet werden konnten, haben wieder etwas mehr Bundesliga-Erfahrung sammeln können. Demnach sollten wir uns wieder etwas gesteigert haben.
www.lask.at: Sie haben sicher auch die Auftaktniederlage des LASK in Wr. Neustadt verfolgt. Wie schätzen Sie das 0:5 der Linzer ein?
Karl Daxbacher: Ein ganz irres und kurioses Spiel, das nur der Fußball schreiben kann. Für mich lässt es aber gar keine Rückschlüsse für unsere Begegnung zu. Im Gegenteil, die Mannschaft will Wiedergutmachung betreiben und wird gegen uns schon wieder ganz anders auftreten.
www.lask.at: Was trauen Sie dem Team von Heli Kraft in dieser Saison zu?
Karl Daxbacher: Für mich sind sie noch schwer einzuschätzen, da die Mannschaft ziemlich viele neue Gesichter hat und schon zu Beginn der Saison mit Verletzungen und Sperren zu kämpfen. Ich bin aber überzeugt, dass der LASK am Ende wieder einen sicheren Platz im Mittelfeld haben wird.
www.lask.at: Danke für das Gespräch und alles Gute für die Saison 2010/11, wenngleich wir natürlich hoffen, dass die Punkte am Sonntag in Linz bleiben.