Bei den letzten zwei Spielen der LASK Juniors stand Pavao Pervan im Tor der Polster-Elf. Der 22-Jährige stieß in der Sommerpause als Ersatz-Keeper für das Bundesliga-Team zu den Linzern und hat in seinen bisherigen Einsätzen bei den Juniors und in Testspielen der Kampfmannschaft einen starken Eindruck hinterlassen. www.lask.at sprach mit ihm über seine Fußball-Vergangenheit und den Grund, warum ihn viele für einen Brasilianer halten.
www.lask.at: Gratulation zum gestrigen 5:1-Sieg mit den Juniors in Graz. Dem Ergebnis nach zu urteilen, hattest du einen eher ruhigen Abend, richtig?
Pavao Pervan: Danke. Die ganze Mannschaft hat gestern sehr gut gespielt und der Sieg war völlig verdient. Ich muss mich auch bei den Juniors bedanken, die mich schon beim Pasching-Spiel sehr gut in ihre Runde aufgenommen haben und die Stimmung war gestern natürlich auch bei der Heimfahrt sehr gut.
www.lask.at: Man kann also sagen, dass du dich beim LASK schon gut eingelebt hast?
Pavao Pervan: Ich bin sehr gut aufgenommen worden, fühle mich hier sehr wohl und ich bin froh, dass ich von erfahrenen Spielern wie Zickler, Aufhauser und Mandl dazulernen und mich hier gut weiterentwickeln kann. Auch das Tormanntraining macht großen Spaß und das Umfeld ist sehr professionell.
www.lask.at: Für dich war es ein idealer Wechsel, dein letzter Klub Pasching war ja nur wenige Kilometer entfernt.
Pavao Pervan: Ja, ich bin im Winter zu Pasching gekommen und fühle mich inzwischen auch schon sehr wohl in Linz. Die Innenstadt gefällt mir sehr gut, die Landstraße erinnert mich ein wenig an die Mariahilfer-Straße in Wien. Aber ich gebe zu, dass es sicher noch viel gibt, was ich von Linz noch nicht gesehen habe.
www.lask.at: Würdest du dich als Familienmensch bezeichnen?
Pavao Pervan: Auf jeden Fall. Meine Eltern und meine jüngere Schwester wohnen in Wien und als ich in Lustenau gespielt habe, habe ich sie leider nicht oft sehen können. Als ich zu Pasching gewechselt war, sind die Besuche wieder regelmäßiger geworden, da die Distanz zu Wien nicht mehr so groß war.
www.lask.at: Du hast vorige Woche mit den LASK Juniors gegen deinen Ex-Klub Pasching gespielt. Ein besonderes Match für dich?
Pavao Pervan: Natürlich, denn ich kenne die Spieler natürlich alle noch sehr gut. Ich hatte dort eine sehr schöne Zeit, es ist professionell gearbeitet worden und ich habe dort sehr viel von Spielern wie Brunmayr, Kovacevic, Kiesenebner lernen können. Vor allem Schicklgruber hat mich sehr unterstützt und mir wertvolle Tipps geben können.
www.lask.at: Warum hast du damals den Schritt von der Ersten Liga in die Regionalliga gemacht?
Pavao Pervan: Beim FC Lustenau war ich zum Schluss nicht mehr so zufrieden und die Situation hat sich auch sportlich verschlechtert. Ich habe mich dort eigentlich sehr wohl gefühlt, aber bei Pasching war die Chance größer, Spielpraxis zu bekommen und deshalb habe ich mich zum Wechsel entschieden.
www.lask.at: Warst du immer schon im Tor?
Pavao Pervan: Ganz am Anfang habe ich in der Jugend Stürmer gespielt, aber dann hat sich der Torhüter verletzt und so hat mich der Trainer hineingestellt. Da habe ich mich dann ganz gut angestellt und seitdem stehe ich im Tor.
www.lask.at: Was vor allem am Anfang bei einigen Fans für Verwirrung gesorgt hat war dein Name. Es gab ja auch in Lustenau einmal einen Brasilianer namens „Pavao“. Aufgrund dieser Namensgleichheit wirst du deshalb oft für einen Brasilianer gehalten, richtig?
Pavao Pervan: Ja, das stimmt. „Pavao“ war aber sein Nachname. Ich bin gebürtiger Kroate und dort ist das ein gängiger Name, aber mit Brasilien habe ich nichts zu tun. Ich bin im Alter von fünf Jahren nach Wien gezogen und bin inzwischen auch österreichischer Staatsbürger. Kroatien werde ich sicher nie vergessen oder verleugnen, aber ich habe Österreich einfach sehr viel zu verdanken und ich weiß das auch zu schätzen.
www.lask.at: Was wärst du geworden, wenn du nicht Fußballspieler geworden wärst?
Pavao Pervan: Ich würde wahrscheinlich etwas im Bereich Sportmanagement studieren. Ich bin einfach sehr am Sport interessiert und hätte sicher auch sonst etwas in dieser Richtung gemacht.
www.lask.at: Was machst du zum Ausgleich?
Pavao Pervan: Ich treffe mich gerne mit Freunden, gehe Schwimmen, spiele Tennis. Ich bin jemand, der auf jeden Fall viel Bewegung braucht.
www.lask.at: Danke für das Gespräch und alles Gute!